Affenfrucht
Affenfrucht Artocarpus lacucha ist eine tropische Frucht aus der Familie der Maulbeergewächse mit einer unregelmäßig geformten, samtigen Oberfläche und leuchtend orange-gelbem Fruchtfleisch. Dieser Artikel beleuchtet die Pflanze aus Sicht der instinktiven Rohkost.
Wissenschaftliche Namen: Artocarpus lacucha
Synonyme: Artocarpus lakoocha, Monkey Fruit, Monkey Jack, Lakoocha, Lokhat.
Systematik
- Abteilung: Samenpflanzen Spermatophyta
- Unterabteilung: Bedecktsamer Spermatophytina syn. Angiosperma
- Klasse: Zweikeimblättrige Bedecktsamer Rosopsida syn. Dikotyledona
- Unterklasse: Rosenähnliche Rosidae
- Ordnung: Rosenartige Rosales
- Familie: Maulbeergewächse Moraceae
- Gattung: Brotfruchtbäume Artocarpus
- Art: Affenfrucht
Die Gattung Artocarpus umfasst auch die Jackfrucht Artocarpus heterophyllus, die Cempedak Artocarpus integer und die Brotfrucht Artocarpus altilis.
Beschreibung
- Herkunft und Verbreitung: Heimisch im indischen Subkontinent und in Südostasien. Sie wächst bevorzugt in feuchten tropischen Tieflandwäldern, oft in der Nähe von Dörfern oder als Schattenbaum in Plantagen.
- Kennzeichen: Ein großer, immergrüner Baum mit einer ausladenden Krone, der bis zu 25 Meter hoch werden kann. Die Blätter sind groß, elliptisch und ledrig. Die Früchte sind unregelmäßig geformt (oft höckerig oder gelappt), etwa 5 bis 10 cm groß und besitzen eine dünne, fein behaarte Haut, die sich bei Reife gelb-orange färbt.
Rohkosttipps und Erfahrungen
Das Fruchtfleisch der Affenfrucht hat eine weiche, faserige Textur und einen markanten Geschmack, der zwischen süß und deutlich säuerlich schwankt. Es erinnert an eine Kombination aus Jackfrucht und Zitrusfrüchten, ist jedoch weniger süß als die Jackfrucht.
In der instinktiven Rohkost wird die Affenfrucht oft als "leichte" Alternative zu den schweren, sehr zuckerhaltigen Verwandten wie der Cempedak wahrgenommen. Die instinktive Sperre äußert sich meist durch ein pelziges Gefühl auf der Zunge oder ein Umschlagen der Säure in eine herbe Bitterkeit. Da die Frucht klebrigen Latex enthalten kann (besonders im unreifen Zustand), sollte man nur vollreife, weiche Exemplare wählen, um Reizungen der Mundschleimhaut zu vermeiden.
Saison: Haupterntezeit ist in Südostasien meist zwischen April und August.
Lagerung/Haltbarkeit: Die reifen Früchte sind sehr druckempfindlich und verderben schnell. Sie sollten innerhalb von 1–2 Tagen nach der Ernte verzehrt werden.
Nährstoffe
| Nährstoff | Gehalt in Gramm pro 100 g essbarem Anteil |
|---|---|
| Wasser | 82,5 |
| Kohlenhydrate | 13,8 |
| Eiweiße | 0,7 |
| Fette | 0,2 |
| Rohfasern | 1,2 |
| Mineralstoffe | 0,9 |
| Vitamin C | 12–18 mg |
Besondere Inhaltsstoffe
Die Affenfrucht besitzt ein bemerkenswertes Profil an Polyphenolen und Enzymen, die insbesondere die Vitalität der Haut und die körpereigene Abwehr gegen oxidative Prozesse unterstützen können:
- Oxyresveratrol: Ein starkes Antioxidans, das in hoher Konzentration im Kernholz und auch in den Früchten vorkommt und für seine hautaufhellenden und entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt ist.
- Proteolytische Enzyme: Unterstützen die Aufspaltung von Eiweißen im Verdauungstrakt.
- Flavonoide: Tragen zum Schutz der Zellen vor freien Radikalen bei.
- Beta-Carotin: Verleiht dem Fruchtfleisch die orange Farbe und dient als Vorstufe für Vitamin A.
Wissenswertes
- Namensgebung: Der englische Name "Monkey Fruit" rührt daher, dass Affen die reifen Früchte im Kronendach des Baumes sehr gezielt aufsuchen. Der wissenschaftliche Name lacucha leitet sich von der lokalen Bezeichnung in Indien ab.
- Heilkunde: In der ayurvedischen Medizin werden Extrakte der Rinde zur Behandlung von Hautkrankheiten genutzt. Die Samen werden traditionell als Mittel gegen Darmparasiten verwendet.
- Nutzpflanze: Das Holz ist extrem haltbar und wasserresistent, weshalb es im Schiffsbau und für Pfahlbauten geschätzt wird. Aus dem Kernholz wird zudem ein traditioneller gelber Farbstoff gewonnen.
- Mythos und Geschichte: Die Affenfrucht wird in alten Sanskrit-Texten erwähnt und gilt in einigen Regionen Südasiens als wertvolles "Waldfutter", das besonders in Dürrezeiten eine wichtige Nahrungsquelle darstellte.
- Magie und Brauchtum: Die Verwendung der Baumrinde als Kaugummi-Ersatz ist in manchen ländlichen Gegenden verbreitet und soll die Zähne reinigen.
- Symbolik und spirituelle Deutung: Sie symbolisiert die "unbeachtete Fülle" – eine Frucht, die äußerlich unscheinbar oder unregelmäßig wirkt, aber einen wertvollen, nährenden Kern besitzt.
→ Siehe auch: Brotfruchtbäume, Brotfrucht, Instinktive Ernährung, Die instinktive Sperre