Bacuripari
Bacuripari Garcinia macrophylla ist eine tropische Frucht aus dem Amazonasgebiet mit einer dicken, gelben Schale und einem schneeweißen, angenehm säuerlichen Fruchtfleisch. Dieser Artikel beleuchtet die Pflanze aus Sicht der instinktiven Rohkost.
Wissenschaftliche Namen: Garcinia macrophylla
Synonyme: Bacuri-mirim, Charichuela, Cozoiba, Bacuripari-verdadeiro.
Systematik
- Abteilung: Samenpflanzen Spermatophyta
- Unterabteilung: Bedecktsamer Spermatophytina syn. Angiosperma
- Klasse: Zweikeimblättrige Bedecktsamer Rosopsida syn. Dikotyledona
- Unterklasse: Rosenähnliche Rosidae
- Ordnung: Malpighienartige Malpighiales
- Familie: Clusiaceae syn. Guttiferae
- Gattung: Garcinia
- Art: Bacuripari
Die Gattung Garcinia umfasst auch die bekannte Mangostane Garcinia mangostana, die Madruno Garcinia madruno sowie die Achacha Garcinia humilis.
Beschreibung
- Herkunft und Verbreitung: Die Pflanze ist im gesamten Amazonasbecken sowie in Mittelamerika beheimatet. Sie wächst bevorzugt im tropischen Regenwald auf gut entwässerten Böden und wird oft in Hausgärten (Quintais) in Brasilien kultiviert.
- Kennzeichen: Ein mittelgroßer, immergrüner Baum mit einer pyramidenförmigen Krone. Die Blätter sind groß (daher macrophylla), ledrig und dunkelgrün. Die runden bis eiförmigen Früchte haben eine glatte, zähe Schale, die bei Reife leuchtend gelb wird. Im Inneren befinden sich 1 bis 3 große Samen, die von einer weißen Arillus-Schicht (Fruchtfleisch) umgeben sind.
Rohkosttipps und Erfahrungen
Das Fruchtfleisch der Bacuripari hat eine cremige, aber gleichzeitig faserige Textur und bietet ein exzellentes Gleichgewicht zwischen Süße und einer erfrischenden Säure. Es erinnert geschmacklich an eine Kombination aus Mangostane und Zitrone.
In der instinktiven Rohkost wird die Bacuripari besonders geschätzt, wenn der Körper einen Bedarf an organischen Säuren und reinigenden Schleimstoffen signalisiert. Die instinktive Sperre äußert sich meist durch ein zunehmendes Brennen an den Lippen (hervorgerufen durch das im Exokarp enthaltene klebrige Latex) oder ein plötzliches Umschlagen der Säure in eine aggressive Komponente, die den Genuss beendet. Es empfiehlt sich, beim Öffnen darauf zu achten, dass möglichst wenig des gelben Milchsafts aus der Schale an das Fruchtfleisch gelangt.
Saison: Je nach Region unterschiedlich, in Amazonien liegt die Haupterntezeit meist zwischen Dezember und Mai.
Lagerung/Haltbarkeit: Die Früchte sind durch ihre dicke Schale relativ robust und halten sich nach der Ernte etwa 5 bis 7 Tage bei Zimmertemperatur.
Nährstoffe
| Nährstoff | Gehalt in Gramm pro 100 g essbarem Anteil |
|---|---|
| Wasser | 82,0 |
| Kohlenhydrate | 14,5 |
| Eiweiße | 0,6 |
| Fette | 0,4 |
| Rohfasern | 1,8 |
| Mineralstoffe | 0,7 |
| Vitamin C | 10–15 mg |
Besondere Inhaltsstoffe
Die Bacuripari zeichnet sich durch ein spezifisches Spektrum an bioaktiven Substanzen aus, die typisch für die Gattung Garcinia sind und im Körper vor allem regulierende und schützende Funktionen übernehmen.
- Xanthone: Diese kraftvollen sekundären Pflanzenstoffe sind für ihre entzündungshemmenden und stark antioxidativen Wirkungen bekannt.
- Garcinolsäure: Ein Inhaltsstoff, der das Immunsystem unterstützen kann und in der Forschung auf seine antibakteriellen Eigenschaften untersucht wird.
- Zitronensäure: Sorgt für den sauren Charakter und unterstützt die Bioverfügbarkeit von Mineralien im Verdauungstrakt.
- Pektine: Die im Fruchtfleisch enthaltenen Ballaststoffe wirken präbiotisch und unterstützen eine gesunde Darmflora.
Wissenswertes
- Namensgebung: Der Name stammt aus den indigenen Tupi-Sprachen, wobei "Bacuri" allgemein für Früchte dieser Gruppe verwendet wird und "pari" oft auf die Form oder spezifische Standorte hindeutet.
- Heilkunde: In der traditionellen Medizin des Amazonasgebietes wird der gelbe Milchsaft (Latex) der Rinde und Schale zur Behandlung von Hautkrankheiten und zur Wundheilung eingesetzt.
- Nutzpflanze: Neben der Verwendung als Obst wird das Holz des Baumes aufgrund seiner Haltbarkeit lokal für Bauzwecke geschätzt.
- Mythos und Geschichte: Die Bacuripari ist seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der Ernährung der indigenen Bevölkerung des Amazonas und gilt als Symbol für die Fülle des Waldes.
- Magie und Brauchtum: Der klebrige Saft wird rituell manchmal als Bindemittel für Körperbemalungen verwendet.
- Symbolik und spirituelle Deutung: Die Frucht steht für "verborgene Reinheit", da man die zähe, gelbe und klebrige Schale überwinden muss, um zum schneeweißen Kern zu gelangen.
→ Siehe auch: Instinktive Ernährung, Die instinktive Sperre