Achacha

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Achacha Garcinia humilis ist eine tropische Frucht aus dem bolivianischen Amazonasbecken mit einer festen, orangefarbenen Schale und einem schnee- bis elfenbeinfarbenen Fruchtfleisch. Dieser Artikel beleuchtet die Pflanze aus Sicht der instinktiven Rohkost.

Wissenschaftliche Namen: Garcinia humilis syn. Rheedia lateriflora.
Synonyme: Achachairú, Honigkuss, Bolivia-Mangostane.

Systematik

  • Abteilung: Samenpflanzen Spermatophyta
  • Unterabteilung: Bedecktsamer Spermatophytina syn. Angiosperma
  • Klasse: Zweikeimblättrige Bedecktsamer Rosopsida syn. Dikotyledona
  • Unterklasse: Rosenähnliche Rosidae
  • Ordnung: Malpighienartige Malpighiales
  • Familie: Clusiaceae syn. Guttiferae
  • Gattung: Garcinia
  • Art: Achacha

Die Gattung Garcinia umfasst auch die Mangostane Garcinia mangostana, die Madruno Garcinia madruno und die Bacuripari Garcinia macrophylla.

Beschreibung

  • Herkunft und Verbreitung: Ursprünglich im tropischen Bolivien beheimatet, wo sie traditionell in der Region Santa Cruz kultiviert wird. Seit einigen Jahren wird sie auch im Norden Australiens erfolgreich in Plantagen angebaut und weltweit exportiert.
  • Kennzeichen: Ein immergrüner Baum mit einer dichten, kegelförmigen Krone. Die Früchte sind eiförmig, etwa vier bis sechs Zentimeter lang und haben eine glatte, zähe Schale, die sich bei Reife von Gelb zu einem leuchtenden Orange verfärbt. Das Fruchtfleisch ist zart schmelzend und umschließt meist einen oder zwei große braune Samen.

Rohkosttipps und Erfahrungen

Der Geschmack der Achacha ist eine Balance aus Süße und einer feinen, säuerlichen Note, oft beschrieben als Mischung aus Mangostane, Pfirsich und Litschi. Sie ist weniger süß als die klassische Mangostane und wirkt dadurch spritziger und erfrischender.

In der instinktiven Rohkost wird die Achacha besonders für ihren hohen Flüssigkeitsgehalt und ihre Leichtigkeit geschätzt. Zum Öffnen drückt man die Schale meist kräftig ein, bis sie aufplatzt, woraufhin das Fruchtfleisch leicht herausgleitet. Die instinktive Sperre äußert sich oft durch ein pelziges Gefühl auf der Zunge oder dadurch, dass die Säure beginnt, die Mundschleimhaut zu reizen.

Saison: In der südlichen Hemisphäre (Bolivien, Australien) liegt die Haupterntezeit zwischen Dezember und März.

Lagerung/Haltbarkeit: Die Früchte sind sehr lagerfähig und halten sich bei kühler Zimmertemperatur problemlos zwei bis drei Wochen, ohne an Aroma zu verlieren.

Nährstoffe

Nährstoff Gehalt in Gramm
pro 100 g essbarem Anteil
Wasser 81,0
Kohlenhydrate 15,5
Eiweiße 0,5
Fette 0,4
Rohfasern 1,5
Mineralstoffe 0,6
Vitamin C 10–12 mg

Besondere Inhaltsstoffe

Das biologische Profil der Achacha zeichnet sich durch eine moderate Zuckerstruktur und eine hohe Dichte an sekundären Pflanzenstoffen aus, die regulierend auf den Blutzuckerspiegel und den Zellstoffwechsel wirken können:

  • Xanthone: Wie viele Garcinia-Arten enthält sie antioxidative Verbindungen, die das Immunsystem stärken und entzündungshemmende Prozesse fördern.
  • Hydroxycitronensäure (HCA): Diese Säure wird oft mit der Regulierung des Fettstoffwechsels und der Sättigung in Verbindung gebracht.
  • Kalium und Magnesium: Wichtige Elektrolyte, die in der Achacha in einem für den Körper gut verfügbaren Verhältnis vorliegen.
  • Beta-Carotin: In der Schale konzentriert, finden sich Spuren davon auch im äußeren Fruchtfleisch, was zur Unterstützung der Sehkraft beiträgt.

Wissenswertes

  • Namensgebung: Der Name "Achachairú" stammt aus der indigenen Guarani-Sprache und bedeutet übersetzt so viel wie "Honigkuss".
  • Heilkunde: In Bolivien wird die Schale traditionell als Tee zubereitet, um den Appetit zu zügeln und die Verdauung zu unterstützen. Das Fruchtfleisch gilt als blutreinigend.
  • Nutzpflanze: Die Achacha ist eine noch relativ "junge" Frucht auf dem Weltmarkt. Australien sicherte sich als erstes Land außerhalb Südamerikas die Rechte für den kommerziellen Anbau im großen Stil.
  • Mythos und Geschichte: Lange Zeit war die Frucht ein lokales Geheimnis Boliviens, bis sie durch gezielte Kultivierung zum Symbol für den Reichtum der Amazonas-Ausläufer wurde.
  • Magie und Brauchtum: Aufgrund ihrer leuchtenden Farbe wird sie oft bei Erntefesten als Dekoration verwendet, die Wohlstand und Vitalität symbolisiert.
  • Symbolik und spirituelle Deutung: Die Achacha steht für "ausgewogene Fröhlichkeit". Sie verbindet die Erdigkeit Südamerikas mit einer fast ätherischen, spritzigen Leichtigkeit.


→ Siehe auch: Instinktive Ernährung, Die instinktive Sperre