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Aktuelle Version vom 5. Februar 2026, 09:18 Uhr
Lobi-Lobi Flacourtia inermis ist eine essbare Tropenfrucht mit auffällig leuchtend roten Früchten, die in dichten Büscheln wachsen. Dieser Artikel beleuchtet die Pflanze aus Sicht der instinktiven Rohkost.
Wissenschaftliche Namen: Flacourtia inermis
Synonyme: Batoko-Pflaume, Pflaume von Indien, Lovi-Lovi.
Systematik
- Abteilung: Samenpflanzen Spermatophyta
- Unterabteilung: Bedecktsamer Spermatophytina syn. Angiosperma
- Klasse: Zweikeimblättrige Bedecktsamer Rosopsida syn. Dikotyledona
- Unterklasse: Rosiden
- Ordnung: Malpighienartige Malpighiales
- Familie: Weidengewächse Salicaceae
- Gattung: Flacourtia
- Art: Lobi-Lobi
Die Gattung Flacourtia umfasst auch die Uguressa Flacourtia indica und die Rukam-Pflaume Flacourtia rukam.
Beschreibung
- Herkunft und Verbreitung: Beheimatet auf den Philippinen und in Indonesien, wird sie heute in vielen tropischen Regionen wie Sri Lanka und Südindien kultiviert. Sie bevorzugt feuchttropisches Klima.
- Kennzeichen: Ein kleiner bis mittelgroßer Baum, der im Gegensatz zu vielen Verwandten meist dornenlos ist (daher der Artname inermis = unbewaffnet). Die jungen Blätter sind oft rötlich oder hellbraun. Die runden Früchte sind ca. 1–3 cm groß und bei Vollreife dunkelrot und glänzend.
Rohkosttipps und Erfahrungen
Lobi-Lobi zeichnen sich durch ein sehr saures und adstringierendes Fruchtfleisch aus. Im Gegensatz zur Uguressa sind sie selbst bei Vollreife nur selten wirklich süß. Das Fruchtfleisch ist fest und rötlich gefärbt.
In der instinktiven Rohkost dient die Lobi-Lobi oft als Quelle für organische Säuren. Ein instinktives Sättigungssignal (Sperre) tritt meist sehr rasch ein und äußert sich durch ein starkes Zusammenziehen der Schleimhäute sowie einsetzenden Widerwillen gegen die ausgeprägte Säure. Ein Geheimtipp ist das "Rollen" der Frucht zwischen den Handflächen vor dem Verzehr, was das Fleisch weicher und etwas weniger adstringierend machen soll.
Saison: In tropischen Gebieten oft zwei Ernten pro Jahr, meist nach den Regenzeiten.
Lagerung/Haltbarkeit: Die Früchte sind bei Zimmertemperatur nur kurz haltbar (ca. 2–4 Tage). Durch die hohe Säure sind sie jedoch etwas weniger anfällig für Schimmel als süßere Früchte.
Nährstoffe
| Nährstoff | Gehalt in Gramm pro 100 g essbarem Anteil |
|---|---|
| Wasser | 81,5 |
| Kohlenhydrate | 14,2 |
| Eiweiße | 0,6 |
| Fette | 0,5 |
| Rohfasern | 1,4 |
| Mineralstoffe | 0,8 |
| Vitamin C | 20–30 mg |
Besondere Inhaltsstoffe
Die Pflanze enthält eine Reihe physiologisch aktiver Inhaltsstoffe:
- Organische Säuren: Vor allem ein hoher Anteil an Zitronensäure, die den Stoffwechsel anregt und die Eisenaufnahme fördert.
- Anthocyane: Die intensive rote Farbe weist auf einen hohen Gehalt an Farbstoffen hin, die als Radikalfänger dienen.
- Gerbstoffe: Sorgen für die herbe Note und unterstützen die Festigung der Darmschleimhaut.
- Kalium und Magnesium: Diese Mineralstoffe sind essenziell für die Herzfunktion und den Elektrolythaushalt im feuchtheißen Klima.
Wissenswertes
- Namensgebung: Der Name inermis ist lateinisch für "wehrlos" und bezieht sich auf das Fehlen der für die Gattung typischen Dornen.
- Heilkunde: In der traditionellen Medizin Asiens wird der Saft zur Linderung von Rachenentzündungen und als allgemeines Tonikum genutzt.
- Nutzpflanze: Aufgrund ihrer dekorativen roten Früchte und des dichten Wuchses wird sie auch gerne als Zierbaum in tropischen Gärten gepflanzt.
- Mythos und Geschichte: Auf Sri Lanka sind die "Lovi-Lovi" ein beliebter Snack für Kinder, die die extreme Säure oft besser tolerieren als Erwachsene.
- Magie und Brauchtum: Die rote Farbe der Früchte wird oft mit Lebenskraft und Vitalität assoziiert.
- Symbolik und spirituelle Deutung: Die Lobi-Lobi steht für "innere Reinigung" und die Fähigkeit, durch Klärung (Säure) zu neuer Frische zu gelangen.
→ Siehe auch: Instinktive Ernährung, Die instinktive Sperre