Pflaume, Rukam-

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Rukam-Pflaume Flacourtia rukam ist eine essbare Tropenfrucht mit stacheligen Stämmen und kirschgroßen, bei Reife dunkelvioletten bis fast schwarzen Früchten. Dieser Artikel beleuchtet die Pflanze aus Sicht der instinktiven Rohkost.

Wissenschaftliche Namen: Flacourtia rukam
Synonyme: Rukam, Indian Prune, Indonesische Pflaume.

Systematik

  • Abteilung: Samenpflanzen Spermatophyta
  • Unterabteilung: Bedecktsamer Spermatophytina syn. Angiosperma
  • Klasse: Zweikeimblättrige Bedecktsamer Rosopsida syn. Dikotyledona
  • Unterklasse: Rosiden
  • Ordnung: Malpighienartige Malpighiales
  • Familie: Weidengewächse Salicaceae
  • Gattung: Flacourtia
  • Art: Rukam-Pflaume

Die Gattung Flacourtia umfasst auch die Uguressa Flacourtia indica und die Lobi-Lobi Flacourtia inermis.

Beschreibung

  • Herkunft und Verbreitung: Ursprünglich im indonesischen Archipel beheimatet, ist sie heute in ganz Südostasien verbreitet. Sie wächst sowohl wild in Sekundärwäldern als auch kultiviert in Hausgärten.
  • Kennzeichen: Ein Baum, der 5 bis 15 Meter hoch werden kann. Der Stamm ist bei jungen Bäumen meist mit verzweigten Dornen besetzt, die bei alten Bäumen teilweise abfallen. Die Früchte sind rundlich, haben eine glatte Haut und festes, weißliches Fruchtfleisch.

Rohkosttipps und Erfahrungen

Der Geschmack der Rukampflaume ist im unreifen Zustand extrem sauer und adstringierend. Mit zunehmender Reife (Farbumschlag zu Dunkelviolett) wird sie süßer, behält aber eine herbe Note.

In der instinktiven Rohkost wird oft empfohlen, die Frucht vor dem Essen zwischen den Handflächen zu rollen oder sanft zu kneten, ohne die Schale zu verletzen. Dies baut die Adstringenz (das pelzige Gefühl) ab und macht das Fruchtfleisch süßer und saftiger. Die instinktive Sperre äußert sich deutlich durch ein Brennen im Mundraum oder ein plötzliches "Stopp-Signal" gegenüber der Säure.

Saison: In den Tropen meist zwei Haupterntezeiten pro Jahr, oft korreliert mit den Übergängen der Monsunzeiten.

Lagerung/Haltbarkeit: Die Früchte reifen nach der Ernte nur wenig nach. Sie sollten im reifen Zustand innerhalb von zwei bis drei Tagen verzehrt werden, da sie schnell an Aroma verlieren.

Nährstoffe

Nährstoff Gehalt in Gramm
pro 100 g essbarem Anteil
Wasser 77,0
Kohlenhydrate 16,5
Eiweiße 0,5
Fette 0,5
Rohfasern 1,6
Mineralstoffe 0,9
Vitamin C 18–25 mg

Besondere Inhaltsstoffe

Die Pflanze enthält eine Reihe physiologisch aktiver Inhaltsstoffe:

  • Tannine (Gerbstoffe): Besonders in der Schale und in unreifen Früchten konzentriert; wirken entzündungshemmend auf die Schleimhäute.
  • Anthocyane: Die dunkle Pigmentierung der reifen Frucht deutet auf wertvolle Antioxidantien hin.
  • Chinasäure und Zitronensäure: Unterstützen die Verdauungssäfte und den Gallenfluss.
  • Eisen und Calcium: In moderaten Mengen vorhanden, wichtig für Blutbildung und Knochenstabilität.

Wissenswertes

  • Namensgebung: Der Name "Rukam" stammt aus dem Malaiischen und ist die dortige Bezeichnung für den Baum.
  • Heilkunde: In der Volksmedizin Südostasiens wird ein Absud der Blätter und Wurzeln zur Behandlung von Frauenleiden nach der Geburt oder bei Entzündungen der Augen verwendet.
  • Nutzpflanze: Das Holz der Rukampflaume ist sehr hart und wird traditionell für die Herstellung von Werkzeuggriffen oder Spazierstöcken genutzt.
  • Mythos und Geschichte: Die Rukampflaume gilt in Indonesien als Symbol für Widerstandskraft, da der Baum auch auf kargen Böden gedeiht und sich durch seine Dornen schützt.
  • Magie und Brauchtum: In einigen Regionen glaubt man, dass das Rollen der Frucht vor dem Verzehr nicht nur den Geschmack verbessert, sondern auch negative Energien aus der Frucht "ableitet".
  • Symbolik und spirituelle Deutung: Die Rukampflaume steht für die Transformation vom Herben zum Süßen durch sanfte Einwirkung (das Rollen).


→ Siehe auch: Instinktive Ernährung, Die instinktive Sperre