Pappelpflaume

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Pappelpflaume Myrica rubra ist eine subtropische Steinfrucht mit einer markanten, noppigen Oberfläche und tiefrotem, saftigem Fruchtfleisch. Dieser Artikel beleuchtet die Pflanze aus Sicht der instinktiven Rohkost.

Wissenschaftliche Namen: Myrica rubra (syn. Morella rubra)
Synonyme: Yangmei, Japanischer Erdbeerbaum, Chinesischer Erdbeerbaum, Wachsbeere

Systematik

  • Abteilung: Samenpflanzen Spermatophyta
  • Unterabteilung: Bedecktsamer Spermatophytina syn. Angiosperma
  • Klasse: Zweikeimblättrige Bedecktsamer Rosopsida syn. Dikotyledona
  • Unterklasse: Rosenähnliche Rosidae
  • Ordnung: Buchenartige Fagales
  • Familie: Gagelstrauchgewächse Myricaceae
  • Gattung: Myrica
  • Art: Pappelpflaume

Die Gattung Myrica umfasst auch den in Europa heimischen Gagelstrauch Myrica gale.

Beschreibung

  • Herkunft und Verbreitung: Heimisch im östlichen Asien, insbesondere in China, Japan und Korea. Sie wächst bevorzugt in Tälern und an Berghängen in Höhenlagen von 100 bis 1500 Metern, oft auf sauren Böden.
  • Kennzeichen: Ein immergrüner Baum, der 10 bis 20 Meter hoch werden kann. Die Rinde ist grau und glatt. Die Früchte sind kugelig, etwa 1,5 bis 3 cm groß und besitzen eine charakteristische Oberfläche aus winzigen, fleischigen Ausstülpungen. Die Farbe reicht von hellem Rot bis zu einem tiefen Purpurschwarz.

Rohkosttipps und Erfahrungen

Die Pappelpflaume bietet ein komplexes Geschmackserlebnis, das zwischen süß und sehr säuerlich schwankt, mit einer feinen herben Note. Die Textur ist einzigartig: Die äußeren Noppen platzen im Mund auf und setzen einen sehr saftigen Kern frei.

In der instinktiven Rohkost ist die Yangmei eine hervorragende Frucht zur Deckung des Bedarfs an organischen Säuren und Antioxidantien. Die instinktive Sperre zeigt sich meist durch ein empfindliches Gefühl an den Zähnen oder ein Umschlagen der Säure in ein „beißendes“ Aroma. Da die Frucht keine schützende Schale besitzt, ist sie direkt essbar, sollte aber aufgrund der Struktur vor dem Verzehr kurz in Wasser geschwenkt werden, um eventuelle Fremdkörper zwischen den Noppen zu entfernen.

Saison: Kurze Erntezeit im Frühsommer (Juni bis Juli). In Asien wird der Beginn der Yangmei-Saison oft sehnsüchtig erwartet.

Lagerung/Haltbarkeit: Extrem empfindlich. Die Früchte halten sich bei Zimmertemperatur kaum zwei Tage und sollten so frisch wie möglich verzehrt werden.

Nährstoffe

Nährstoff Gehalt in Gramm
pro 100 g essbarem Anteil
Wasser 84,5
Kohlenhydrate 12,5
Eiweiße 0,8
Fette 0,2
Rohfasern 1,0
Mineralstoffe 0,4
Vitamin C 15–40 mg

Besondere Inhaltsstoffe

Das phytochemische Profil der Pappelpflaume ist geprägt durch eine außergewöhnliche Dichte an schützenden Pflanzenfarbstoffen und Stoffwechsel-Regulatoren, die sie zu einer wertvollen Ergänzung im tropischen Fruchtzyklus machen:

  • Oligomere Proanthocyanidine (OPC): Die tiefrote Farbe resultiert aus einem extrem hohen Gehalt an Antioxidantien, die als Radikalfänger im Körper dienen.
  • Myricitrin: Ein spezifisches Flavonoid, das entzündungshemmende Eigenschaften besitzt und die Leberfunktion unterstützen kann.
  • Fruchtsäuren: Vor allem Zitronen- und Äpfelsäure, die den Speichelfluss anregen und die Verdauung unterstützen.
  • Kalium: Unterstützt die Herzfunktion und hilft bei der Regulation des Wasserhaushalts.

Wissenswertes

  • Namensgebung: Der chinesische Name "Yangmei" bedeutet wörtlich übersetzt "Pappel-Pflaume" (Yang = Pappel, Mei = Pflaume), was auf die Ähnlichkeit der Blätter mit denen einiger Pappelarten anspielt.
  • Heilkunde: In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird die Frucht zur Reinigung des Magens und zur Linderung von Entzündungen eingesetzt. Der Rinde werden zudem adstringierende Eigenschaften zugeschrieben.
  • Nutzpflanze: Aufgrund ihrer Stickstofffixierung durch Wurzelknöllchen ist der Baum ökologisch wertvoll für karge Böden.
  • Mythos und Geschichte: Die Yangmei wird in China seit über 2000 Jahren kultiviert und war oft Gegenstand klassischer Lyrik, in der ihre Frische und Farbe gepriesen wurden.
  • Magie und Brauchtum: Die leuchtend rote Farbe wird oft mit Glück und Lebensfreude assoziiert. Während der Erntezeit werden die Früchte oft als Zeichen der Gastfreundschaft gereicht.
  • Symbolik und spirituelle Deutung: Die Pappelpflaume symbolisiert die "Verletzlichkeit und Kostbarkeit des Augenblicks" aufgrund ihrer kurzen Haltbarkeit und zarten Struktur.


→ Siehe auch: Instinktive Ernährung, Die instinktive Sperre