Kirsche, brasilianische

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Brasilianische Kirsche Eugenia brasiliensis ist ein immergrüner Baum aus der Familie der Myrtengewächse, der für seine glänzenden, dunkelvioletten bis schwarzen Früchte mit dem Aroma einer edlen Kirsche geschätzt wird. Dieser Artikel beleuchtet die Pflanze aus Sicht der instinktiven Rohkost.

Wissenschaftliche Namen: Eugenia brasiliensis (syn. Eugenia dombeyi).
Synonyme: Grumixama, Grumichama, Brasilkirsche.

Systematik

  • Abteilung: Samenpflanzen Spermatophyta
  • Unterabteilung: Bedecktsamer Spermatophytina syn. Angiosperma
  • Klasse: Zweikeimblättrige Bedecktsamer Rosopsida syn. Dikotyledona
  • Unterklasse: Rosenähnliche Rosidae
  • Ordnung: Myrtenartige Myrtales
  • Familie: Myrtengewächse Myrtaceae
  • Gattung: Eugenia
  • Art: Brasilianische Kirsche

Die Gattung Eugenia ist sehr artenreich und umfasst auch die Surinamkirsche Eugenia uniflora, die Amazonas-Guave Eugenia stipitata und die Rio-Grande-Kirsche Eugenia involucrata.

Beschreibung

  • Herkunft und Verbreitung: Heimisch in den Küstenwäldern Südbrasiliens (Atlantischer Regenwald). Aufgrund ihrer Schönheit und der köstlichen Früchte wird sie heute auch in anderen subtropischen Regionen wie Hawaii oder Australien angepflanzt.
  • Kennzeichen: Ein prachtvoller, langsam wachsender Baum, der 10 bis 15 Meter hoch werden kann. Die Blätter sind tiefgrün, ledrig und glänzend. Die Früchte hängen an langen Stielen, sind etwa zwei bis drei Zentimeter groß und besitzen an der Spitze markante Kelchblätter. Die Farbe wechselt bei der Reife von Rot zu einem tiefen Schwarz-Violett. Das Fruchtfleisch ist weiß bis rötlich und sehr saftig.

Rohkosttipps und Erfahrungen

Geschmacklich gilt die Grumixama als eine der besten Myrtengewächse. Sie erinnert stark an eine echte Süßkirsche, ergänzt um eine feine, myrten-typische Harznote, die dem Aroma mehr Tiefe verleiht.

In der instinktiven Rohkost ist die Brasilianische Kirsche eine begehrte Frucht, da sie eine hohe sensorische Anziehungskraft besitzt. Die instinktive Sperre äußert sich meist durch ein pelziges Gefühl auf der Zunge oder durch ein Umschlagen des Aromas ins betont Harzige/Terpentinartige, was den weiteren Verzehr stoppt. Die Schale ist essbar, enthält aber die meisten Gerbstoffe, weshalb die Sperre bei Mitverzehr der Schale früher eintritt.

Saison: Die Erntezeit ist sehr kurz und liegt in Brasilien meist zwischen November und Februar. Die Früchte reifen oft fast gleichzeitig am Baum.

Lagerung/Haltbarkeit: Die Früchte sind extrem empfindlich und müssen innerhalb weniger Tage nach der Ernte verzehrt werden, da sie leicht aufplatzen und schnell an Aroma verlieren.

Nährstoffe

Nährstoff Gehalt in Gramm
pro 100 g essbarem Anteil
Wasser 83,5
Kohlenhydrate 13,5
Eiweiße 0,6
Fette 0,3
Rohfasern 1,6
Mineralstoffe 0,5
Vitamin C 15–20 mg

Besondere Inhaltsstoffe

Die Brasilianische Kirsche besticht durch eine außergewöhnliche Konzentration an schützenden Pigmenten und ätherischen Komponenten, die im Verbund eine stark harmonisierende Wirkung auf die Zellgesundheit entfalten können:

  • Anthocyane: Die tiefdunkle Schale ist eine exzellente Quelle für diese Farbstoffe, welche die Sehkraft unterstützen und die Blutgefäße schützen können.
  • Ätherische Öle: Charakteristisch für Myrtengewächse, wirken sie im Mundraum leicht antibakteriell und verleihen der Frucht ihre aromatische Komplexität.
  • Flavonoide: Tragen zur Stärkung des Immunsystems bei und wirken antioxidativ.
  • Pektin: Unterstützt die Verdauung und sorgt für die angenehm weiche Textur des Fruchtfleisches.

Wissenswertes

  • Namensgebung: Der Name "Grumixama" stammt aus der Tupi-Sprache und bezieht sich vermutlich auf die klebrige Beschaffenheit des Saftes oder der Rinde.
  • Heilkunde: In der brasilianischen Volksmedizin wird ein Tee aus den Blättern zur Behandlung von Rheuma und bei Magen-Darm-Beschwerden verwendet.
  • Nutzpflanze: Aufgrund ihres dichten Wuchses und der glänzenden Blätter ist sie ein beliebter Schattenbaum in tropischen Gärten.
  • Mythos und Geschichte: Die Grumixama ist Teil des kulturellen Erbes der Küstenregionen Brasiliens und wird oft in Liedern besungen, die die Fülle des "Mata Atlântica" preisen.
  • Magie und Brauchtum: Die leuchtenden Blüten locken Scharen von Bienen an, weshalb der Baum oft als Symbol für Fruchtbarkeit und fleißiges Miteinander gilt.
  • Symbolik und spirituelle Deutung: Die Brasilianische Kirsche symbolisiert "verborgene Tiefe". Ihr dunkles Äußeres birgt eine überraschende Süße und Klarheit.


→ Siehe auch: Instinktive Ernährung, Die instinktive Sperre