Uguressa: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 5. Februar 2026, 09:12 Uhr

Uguressa Flacourtia indica ist eine essbare Tropenfrucht mit dornenbewehrten Stämmen und kirschgroßen, violetten Steinfrüchten. Dieser Artikel beleuchtet die Pflanze aus Sicht der instinktiven Rohkost.

Wissenschaftliche Namen: Flacourtia indica
Synonyme: Gouverneurspflaume, Ramontchi, Indische Pflaume, Madagascar Plum (engl.).

Systematik

  • Abteilung: Samenpflanzen Spermatophyta
  • Unterabteilung: Bedecktsamer Spermatophytina syn. Angiosperma
  • Klasse: Zweikeimblättrige Bedecktsamer Rosopsida syn. Dikotyledona
  • Unterklasse: Rosiden
  • Ordnung: Malpighienartige Malpighiales
  • Familie: Weidengewächse Salicaceae
  • Gattung: Flacourtia
  • Art: Uguressa

Die Gattung Flacourtia umfasst auch die Lobi-Lobi Flacourtia inermis und die Rukam-Pflaume Flacourtia rukam.

Uguressa, Beeren

Beschreibung

  • Herkunft und Verbreitung: Ursprünglich in weiten Teilen Afrikas sowie im tropischen und subtropischen Asien (insbesondere Indien und Sri Lanka) heimisch. Sie wächst bevorzugt in lichten Wäldern, Buschland und oft in Küstennähe.
  • Kennzeichen: Ein meist dorniger, kleiner Baum oder Strauch, der bis zu 10 Meter hoch werden kann. Die Blätter sind oval, glänzend und am Rand leicht gesägt. Die Früchte sind rundlich, etwa 1–2,5 cm groß und färben sich bei Reife von grün über rot bis hin zu einem dunklen Violett oder Schwarz.

Rohkosttipps und Erfahrungen

Der Geschmack der Uguressa variiert je nach Reifegrad und Sorte von säuerlich-herb bis hin zu süßlich-aromatisch, vergleichbar mit einer Mischung aus Pflaume und Preiselbeere. Das Fruchtfleisch ist gelblich bis weißlich und enthält mehrere kleine Kerne.

In der instinktiven Rohkost ist zu beachten, dass die Frucht vor der vollständigen Reife einen hohen Anteil an Gerbstoffen besitzt, was zu einem stark adstringierenden (zusammenziehenden) Gefühl im Mund führt. Die instinktive Sperre äußert sich bei dieser Frucht oft sehr deutlich durch ein pelziges Gefühl auf der Zunge oder ein Umschlagen der Säure in eine unangenehme Bitterkeit.

Saison: In den Tropen meist saisonal nach der Regenzeit; in vielen Regionen liegt die Haupterntezeit zwischen Sommer und Herbst.

Lagerung/Haltbarkeit: Die reifen Früchte sind recht druckempfindlich und nur wenige Tage haltbar. Sie sollten bei Zimmertemperatur gelagert und zügig verzehrt werden.

Nährstoffe

Nährstoff Gehalt in Gramm
pro 100 g essbarem Anteil
Wasser 78,2
Kohlenhydrate 15,0
Eiweiße 0,5
Fette 0,4
Rohfasern 1,2
Mineralstoffe 0,7
Vitamin C 15–20 mg

Besondere Inhaltsstoffe

Die Pflanze enthält eine Reihe physiologisch aktiver Inhaltsstoffe:

  • Polyphenole und Anthocvane: Die dunkle Schale ist reich an Antioxidantien, die freie Radikale binden und den Zellschutz unterstützen.
  • Gerbstoffe (Tannine): Wirken im Körper leicht zusammenziehend und können bei Durchfallerkrankungen regulierend wirken.
  • Pektin: Ein löslicher Ballaststoff, der die Verdauung fördert und die Darmflora unterstützt.
  • Mineralstoffe wie Calcium und Phosphor: Wichtig für den Aufbau von Knochen und Zähnen sowie für den zellulären Energiestoffwechsel.

Wissenswertes

  • Namensgebung: Der Name "Gouverneurspflaume" geht vermutlich auf die koloniale Nutzung in Madagaskar und Indien zurück. Der botanische Name ehrt Etienne de Flacourt, einen Direktor der Französischen Ostindienkompanie.
  • Heilkunde: In der Ayurveda-Medizin werden Rinde und Blätter bei Hautkrankheiten und Entzündungen eingesetzt. Die Wurzel gilt in Teilen Afrikas als Mittel gegen Schlangenbisse.
  • Nutzpflanze: Aufgrund der langen Dornen wird der Baum in den Tropen oft als lebender Schutzzaun um Grundstücke gepflanzt.
  • Mythos und Geschichte: Die Frucht ist in vielen Kulturen als "Hunger Food" bekannt, da sie auch in trockenen Perioden zuverlässig Früchte trägt.
  • Magie und Brauchtum: In einigen Regionen Indiens werden die Zweige zum Schutz gegen böse Geister an den Hauseingängen befestigt.
  • Symbolik und spirituelle Deutung: Die Uguressa steht symbolisch für Schutz (durch die Dornen) und die süße Belohnung, die nach der Überwindung von Hindernissen wartet.


→ Siehe auch: Instinktive Ernährung, Die instinktive Sperre