Madruno: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Rohkost-Wiki
Zur Navigation springenZur Suche springen
(Die Seite wurde neu angelegt.)
 
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 83: Zeile 83:


→ Siehe auch: [[Instinktive Ernährung]], [[Die instinktive Sperre]]
→ Siehe auch: [[Instinktive Ernährung]], [[Die instinktive Sperre]]
_NOEDITSECTION__
__NOEDITSECTION__
[[Kategorie:Pflanzen]]
[[Kategorie:Pflanzen]]
[[Kategorie:Essbare Pflanzen]]
[[Kategorie:Essbare Pflanzen]]

Aktuelle Version vom 7. Februar 2026, 16:43 Uhr

Madruno Garcinia madruno ist eine tropische Frucht aus Mittel- und Südamerika mit einer charakteristischen, warzigen gelben Schale und einem erfrischend säuerlichen, weißen Fruchtfleisch. Dieser Artikel beleuchtet die Pflanze aus Sicht der instinktiven Rohkost.

Wissenschaftliche Namen: Garcinia madruno (syn. Rheedia madruno)
Synonyme: Madroño, Zitronen-Garcinia, Charichuelo (Kolumbien), Ocoto.

Systematik

  • Abteilung: Samenpflanzen Spermatophyta
  • Unterabteilung: Bedecktsamer Spermatophytina syn. Angiosperma
  • Klasse: Zweikeimblättrige Bedecktsamer Rosopsida syn. Dikotyledona
  • Unterklasse: Rosenähnliche Rosidae
  • Ordnung: Malpighienartige Malpighiales
  • Familie: Clusiaceae syn. Guttiferae
  • Gattung: Garcinia
  • Art: Madruno

Die Gattung Garcinia umfasst auch die Mangostane Garcinia mangostana und die Bacuripari Garcinia macrophylla.

Affenfrucht. Bildquelle: Wikipedia

Beschreibung

  • Herkunft und Verbreitung: Heimisch in den tropischen Regenwäldern von Costa Rica bis nach Kolumbien, Ecuador und Brasilien. Sie gedeiht am besten in feuchtem, heißem Klima und ist oft in der Nähe von Flussläufen zu finden.
  • Kennzeichen: Ein immergrüner Baum, der 5 bis 15 Meter hoch wird. Die Blätter sind gegenständig, dunkelgrün und ledrig. Die Frucht hat die Form und Farbe einer Zitrone, besitzt jedoch eine sehr unebene, fast warzige Oberfläche. Das Innere besteht aus einem segmentierten, weißen Arillus, der die Samen umschließt.

Rohkosttipps und Erfahrungen

Der Geschmack der Madruno ist deutlich säurebetonter als der ihrer Verwandten, der Mangostane, und erinnert an eine Mischung aus Ananas und Zitrone mit einer dezenten blumigen Note. Die Konsistenz ist weich und saftig.

In der instinktiven Rohkost dient die Madruno oft als starker Lieferant für organische Säuren. Die instinktive Sperre äußert sich meist durch ein ziehendes Gefühl in den Speicheldrüsen oder ein Umschlagen des Aromas ins Metallische. Beim Öffnen der Frucht ist Vorsicht geboten, da die Schale einen gelben, sehr klebrigen Milchsaft enthält, der auf den Lippen als unangenehm empfunden werden kann und schwer zu entfernen ist.

Saison: Je nach Breitengrad unterschiedlich, oft mit einer Haupterntezeit zwischen Spätsommer und Winter.

Lagerung/Haltbarkeit: Die Früchte sind im reifen Zustand etwa eine Woche haltbar. Durch die dicke Schale sind sie gut vor Transportschäden geschützt.

Nährstoffe

Nährstoff Gehalt in Gramm
pro 100 g essbarem Anteil
Wasser 80,5
Kohlenhydrate 16,0
Eiweiße 0,5
Fette 0,3
Rohfasern 1,5
Mineralstoffe 0,8
Vitamin C 12–20 mg

Besondere Inhaltsstoffe

Die Madruno verfügt über eine spezifische Kombination aus sekundären Pflanzenstoffen, die insbesondere die Barrierefunktion der Schleimhäute und die allgemeine Widerstandskraft unterstützen können.

  • Xanthone (u.a. Madrunoxanthon): Diese für die Gattung Garcinia typischen Verbindungen wirken stark antioxidativ und unterstützen die zelluläre Abwehr.
  • Bioflavonoide: Tragen zur Festigkeit der Kapillarwände bei und fördern die Aufnahme von Vitamin C.
  • Zitronensäure: Wirkt im Körper basisch verstoffwechselt und unterstützt die Entgiftung über die Nieren.
  • Schleimstoffe: Das Fruchtfleisch enthält Substanzen, die im Magen-Darm-Trakt eine schützende Schicht bilden können.

Wissenswertes

  • Namensgebung: Der Name "Madroño" wird im spanischsprachigen Raum auch für den Erdbeerbaum (Arbutus) verwendet, was gelegentlich zu Verwechslungen führt; die Garcinia madruno ist jedoch eine rein tropische Art.
  • Heilkunde: In Zentralamerika wird die Rinde zur Behandlung von Fieber und Parasitenbefall genutzt. Der Saft der Frucht gilt als appetitanregend.
  • Nutzpflanze: Das schwere, langlebige Holz wird lokal für den Bau von Möbeln und Werkzeugen verwendet.
  • Mythos und Geschichte: Die Frucht ist ein traditionelles Nahrungsmittel der indigenen Völker des Chocó-Regenwaldes in Kolumbien.
  • Magie und Brauchtum: Der klebrige Milchsaft wird in manchen Regionen als natürliches Bindemittel für rituelle Zwecke eingesetzt.
  • Symbolik und spirituelle Deutung: Die Madruno steht für "spritzige Lebenskraft" und die Fähigkeit, durch Klärung (Säure) festgefahrene Prozesse zu lösen.


→ Siehe auch: Instinktive Ernährung, Die instinktive Sperre