Psalm 23 - Der Herr ist mein Hirte

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Psalm 23 gehört zu den bekanntesten Texten der Bibel und wird traditionell David zugeschrieben. Er ist ein Trostpsalm, der Vertrauen in Gottes Führung und Fürsorge ausdrückt, selbst in schweren Lebenslagen. Besonders in der christlichen wie auch in der jüdischen Liturgie hat er große Bedeutung.

Der Psalmtext

Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf grüner Aue und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele; er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

Bedeutung

Der Psalm zeichnet ein Bild des Vertrauens in Gott als fürsorglichen Hirten:

  • Der Hirte – Symbol für Schutz und Führung.
  • Grüne Auen und frisches Wasser – stehen für Nahrung, Ruhe und Erneuerung.
  • Das finstere Tal – Sinnbild für Leiden und Bedrohung, die im Vertrauen überwunden werden können.
  • Ölsalbung und gedeckter Tisch – Zeichen der Würde, Ehre und göttlichen Gastfreundschaft.
  • Das Haus des Herrn – Ausdruck des Bleibens in Gottes Nähe, auch über das irdische Leben hinaus.

Wirkung und Rezeption

Psalm 23 gehört zu den am häufigsten zitierten und vertonten Bibeltexten. Er wird oft bei Trauergottesdiensten, in Krisenzeiten und als Trostgebet verwendet. Zahlreiche Komponisten, Dichter und Künstler haben den Text aufgegriffen, darunter Johann Sebastian Bach, Heinrich Schütz und John Rutter. Auch in der modernen Spiritualität gilt der Psalm als Quelle der Ermutigung und des inneren Friedens.


→ Siehe auch: Spiritualität und Philosophie, Mexikanischer Nahuatl-Segen